Grüne Suchmaschinen

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Grüne Suchmaschinen und ihr Nutzen

Das Internet ist für uns alle Neuland, sagte unsere Bundeskanzlerin einst. Das ist mittlerweile passé, denn die Internetnutzung ist aus unserem Alltag heute nicht mehr wegzudenken. Wir recherchieren Öffnungszeiten von Lebensmittelläden in der Umgebung, suchen nach Informationen, tauschen uns mit Freunden und Bekannten aus oder lassen uns von Texten und Videos unterhalten. Was vielen Usern nicht bekannt ist, ist der enorme Stromverbrauch der klassischen Suchmaschinen wie Google. Alternative Dienste werden daher immer beliebter. Um was es sich dabei handelt und warum es sich lohnt, damit näher zu beschäftigen, haben wir in diesem Artikel einmal übersichtlich zusammengefasst.

Nutzung von Suchmaschinen kostet viel Energie

Eine Suchmaschine wie Google ist nicht nur praktisch, sie benötigen auch Energie. Rechnet man die Suchabfragen eines Anbieters innerhalb eines Monates zusammen, so ließe sich damit immerhin eine 60-Watt-Glühbirne am Stück für drei Stunden betreiben. Diese Rechnung klingt zunächst nach wenig Energieverbrauch. Bedenkt man allerdings, dass es sich hierbei um eine einzelne Person handelt. Immerhin gehen bei der Suchmaschine Google pro Minute etwa 3,8 Millionen unterschiedliche Nutzeranfragen ein. Das Unternehmen gab für das Jahr 2015 an, dass dabei knapp 6 Terawattstunden Energieverbrauch zusammenkamen. Dieser Konsum an Energie dürfte in etwa denselben Verbrauch für die Großstadt San Francisco für ein Jahr gleichkommen.

Warum verbrauchen Suchabfragen eigentlich Energie

Nun könnte man sich vielleicht die Frage stellen, wodurch der Energieverbrauch einer einzelnen Abfrage bei Google oder einer anderen Suchmaschine entsteht. Dafür muss zunächst näher betrachtet werden, welche Mechanismen bei einer Suchmaschinenabfrage greifen. Tippt ein User im Internet eine Suchabfrage ein, so wird diese parallel an verschiedene Rechenzentren weitergeleitet. Diese berechnen zeitgleich die Ergebnisse. Das Ergebnis mit der schnellsten Ladezeit wird letztendlich bei uns auf dem Bildschirm angezeigt. Ist die Suchanfrage besonders kompliziert, wird sie gleichzeitig durchaus an tausende verschiedene Rechenzentren gesendet. Die grüne Suchmaschine bündeln dieses System und spenden dabei Energie. Mit Zahlungen spenden die User dabei Geld an Organisationen und Vereine, die sich für klimafreundliche und nachhaltige Projekte einsetzen.

So funktioniert eine grüne Suchmaschine

Bei einer grünen Suchmaschine wie Ecosia handelt es sich um keine eigenständige Suchmaschine. Stattdessen kommt dabei eine grüne Maske zum Einsatz, die die bekannten Anbieter wie Google und Yahoo bündelt. Der User stellt seien Anfrage wie gewöhnlich über die grüne Maske der Suchmaschine, welche im Hintergrund die bekannten Maschinen nutzt. Um die Maske betreiben zu können, nutzen die alternativen Maschinen Ökostrom. Um den Eigenbedarf zusätzlich noch kompensieren zu können, haben die grünen Maschinen verschiedene Konzepte entwickelt. So erzeugen sie Einnahmen, wenn ein User auf die eingespielte Werbung klingt. Für jeden Klick bzw. für jeden Kauf nach dem Klick erhält die grüne Suchmaschine eine kleine Provision. Die meisten klassischen Suchmaschinen erwirtschaften die Gewinne daraus für die eigene Tasche. Eine grüne Suchmaschine hingegen deckt davon die eigenen Stromkosten ab und spenden den überschüssigen Gewinn an nachhaltige Organisationen und Projekte. Damit soll der Energieverbrauch dank der Suchanfrage wieder kompensiert werden. Das System klingt intelligent, bedeutet aber auch, dass hierfür User auf die eingespielte Werbung klicken müssen. Beachtet werden sollte aber, dass die Algorithmen sich einfach austricksen lassen, indem die Werbung für die gute Sache einfach einige Male angeklickt wird, täuscht sich. Die Klicks werden genau analysiert und unecht wirkende Aktionen unterbunden bzw. nicht verrechnet.

Diese grünen Suchmaschinen gibt es

Eine grüne Suchmaschine funktioniert nur, wenn es auch viele User gibt. Immerhin wird das Schalten einer Anzeige erst dann für Werbekunden relevant, wenn möglichst viele Menschen eine alternative Suchmaschine verwenden. Damit lassen sich im Gegenzug mehr Einnahmen generieren, womit wiederum mehr Projekte und Aktionen für den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit unterstützt werden können. Wer also einen Beitrag zu mehr Klimaschutz und der Schonung von Ressourcen leisten möchte, sollte eine grüne Suchmaschine nutzen, anstatt auf die klassischen Anbieter zurückzugreifen. Welche Suchmaschinen dabei infrage kommen, haben wir hier einmal zusammengefasst.

Die Suchmaschine Ecosia

Bei der Suchmaschine handelt es sich um ein Angebot, welches seit 2009 auf dem Markt ist. Das Unternehmen pflanzt mit den Einnahmen durch die Userabfragen Bäume. Rund 80 Prozent der Einnahmen spendet Ecosia dabei an Naturschutzorganisationen, welche sich um direkte Wiederaufforstung in Form von Baumpflanzungen kümmert. So konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 64 Millionen Bäume pflanzen. Darüber hinaus wird der eigens benötigte Strom mit Energiestrom abgedeckt. Zudem baut Ecosia eigene Solaranlagen für nachhaltige Stromerzeugung. Damit kann die gesamte Energie mittels nachhaltigen Stroms laufen. Ecosia steht nicht nur wegen des nachhaltigen Aspekts hoch im Kurs. Auch bezüglich des Datenschutzes macht das Unternehmen von sich reden. Immerhin werden die Daten der User nicht an Werbetreibende und andere Dritte verkauft. Durch einen sicheren Schlüssel schützt die Suchmaschine die eigenen Daten und die Daten der User vor potenziellen Datenfischern. Zudem setzt sich die grüne Suchmaschine für Transparenz ein und veröffentlicht sämtliche Aktivitäten, Bescheidung und Finanzberichte in einem monatlich erscheinenden Exposé.

Die Suchmaschine Gexsi

Wer sich mit alternativen Maschinen für gute Suchergebnisse auseinandersetzt, der wird vor allem auf den Anbieter Gexsi stoßen. Die Gewinne des Unternehmens kommen Organisationen zugute, die sich für eine nachhaltigere Welt einsetzen. Wenn ein User auf eine Werbeanzeige der Suchmaschine klickt, wird dadurch ein kleiner Geldbetrag generiert. Laut Unternehmen wird dabei etwa ein halber Cent je Suche generiert, der dann Projekte unterstützt, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Die Projekte, die mit Gexsi unterstützt werden, stellt die Suchmaschine dabei während des Suchverlaufes dar. Damit können die User direkt erfahren, welche Projekte sie mit der Nutzung unterstützen. Die Ergebnisse der Suchabfragen stammen dabei von Bing.

Die Suchmaschine Givero und Lilo

Auch die Suchmaschine Givero eignet sich für die Suche im Internet. Das Unternehmen stammt aus Dänemark und gründete sich im Jahr 2018. Betrieben wird die Suchmaschine ebenfalls zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien. Die Hälfte der eingefahrenen Gewinne spendet die Firma an Organisationen, welche sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Dank der Spenden, die Giverso einfahren konnte, ließen sich in den vergangenen Monaten und Jahren sieben verschiedene Organisationen unterstützen. Zudem gibt die Suchmaschine das Versprechen ab, keine Daten zu verkaufen, keine Daten zu tracken und keine Nutzerprofile je nach Suchmaschinenabfragen anzulegen. Das gilt auch für die beliebte grüne Suchmaschine Lilo. Das Unternehmen besteht seit 2015 und wurde in Frankreich gegründet. Um Emissionen auszugleichen, spendet die Firma ebenfalls die Hälfte der Einnahmen. Mit einer Suche sammelt der User sogenannte Tropfen, die dann auf selbst auszuwählende nachhaltige Projekte aufgeteilt werden können. Insgesamt konnten damit bereits 3,2 Millionen Euro gesammelt werden. Von dem Geld unterstützte das Unternehmen bis jetzt 24 verschiedenen Organisationen weltweit.

Fazit: Grüne Suchmaschinen leben von vielen Usern

Damit die alternative Suchmaschine ihren Zweck erfüllt, braucht sie vor allem viele User. Damit wird sie für mehr Werbekunden interessant, die dann Anzeigen schalten. Wer also eine Alternative zu Google nutzen will, sollte ordentlich die Werbetrommel rühren, damit sich das Konzept auf Dauer durchsetzt und etabliert. Nutzer profitieren nicht nur von einer schnellen Ladezeit und passenden Treffern: Die meisten Anbieter stehen außerdem für Transparenz und Datenschutz. So werden keine Daten gesammelt oder verkauft. User haben also jede Menge Vorteile, eine grüne Suchmaschine zu verwenden.

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